Sie wandte sich ihrem Herzen zu Ganz genau betrachtete sie es erst aus sicherer Entfernung Als sie ihm schließlich tief in die Augen blickte, fing es plötzlich an, leise zu sprechen Es wollte gar nicht mehr aufhör'n, wurde immer lauter und fing schließlich an zu wein'n, denn es war wütend auf sie „Nie hast du mich geseh'n“, sagte es „Allе hab'n mich geseh'n außer du Du hast mich dеn'n überlassen, für die ich nur ein Menü war, aus dem sie sich etwas aussuchen und verspeisen konnten Du hast mich nicht beschützt, du hast zugeseh'n, wie die Ratten an mir genagt hab'n wie an ei'm Chicken-Wing Jedes Mal wenn ich mit dir sprechen wollte, hab'n fremde Stimm'n mich unterbrochen Bin ich dir gar nichts wert? “ Es verging'n Monate, in den'n sie nur dasaß und den Worten lauschte, die mehr Sinn machten als alles, was sie jemals zuvor gehört hat Und sie hatte viel gehört, aber diesmal war es die Wahrheit Und sie tat an manchen Tagen so weh, dass sie sich auf dem Boden krümmte vor Schmerzen und kaum noch atmen konnte Doch an anderen Tagen war die Wahrheit wie ein angenehmer Wind auf ihrer aufgerissenen Wunde Das Außen wurde egal und ihr Inneres wurde zur Priorität Endlich sah sie sich selbst genau so, wie sie war, und ihr gefiel, was sie sah Diesmal war's ihr scheißegal, ob's den andern auch gefiel (Komm, lauf in meinen Schuh'n) (Egal, was ich auch tu') Nur sie und ihr Herz war'n übrig (Ich mache es) Und ihr wurde bewusst, dass es immer schon so war (Ganz allein) Menschen geben dir, was sie sind (Ich spüre diesen Druck) Nicht, was du verdienst (Und keiner hört mir zu) Was du verdienst, gibst du dir selbst (Drum mach' ich es ganz allein) Ganz allein